Ferienwohnrecht in der Karibik

Beim Timesharing kauft man beim Anbieter Anteile die in der Regel zeitlich meist in Wochen aufgeteilt sind. Im Gegenzug erwirbt man das Recht für die Dauer von mindestens drei, jedoch maximal bis zu 99 Jahren ein bestimmtes Wohngebäude oder Appartement jeweils für einen vorher festgelegten Zeitraum zu benutzen. Deshalb kann von Eigentum hier nicht wirklich die Rede sein. Trotzdem ist die Idee sehr interessant. Man spart eine Menge Geld, da man ja nur einen Bruchteil von einer vollständigen Investition für ein Appartement oder Ferienhaus braucht. Die Liste der Verkaufsargumente ist lang. Timesharing bietet Vorteile gegenüber einem Aufenthalt in einem Hotel oder der Miete von privaten Ferienappartements. Theoretisch rentiert sich der Kaufpreis, beziehungsweise der Anteil des Kaufpreises inklusive der ständig steigenden Instandhaltungskosten, wie alle Verkäufer von Timesharingprojekten jederzeit mit Papier und Bleistift eindrucksvoll und überzeugend beweisen.

Ich schreibe "theoretisch", weil die Sache auch einen Haken hat, beziehungsweise Nachteile, die gut überlegt werden sollten bevor man so einen Vertrag unterschreibt. Sonst sieht man sich vielleicht bald in der Lage Informationen zum Thema Ferienwohnrecht verkaufen zu suchen.

Abwechslung im Urlaub ?

Mögen Sie die Abwechslung im Urlaub, dann Vorsicht! Mit dem Erwerb eines Wohnrechts ist man an einen Ort gebunden und es ist nicht mehr so leicht nächstes Jahr eine ganz andere Destination anzusteuern. Große Anbieter haben unbestritten meist einschlägige Angebote in mehreren Ländern. Diese Anlagen sind nur oft alle sehr ähnlich. Das muss auch so sein, denn sonst sind sie ja nicht mehr vergleichbar und um den gleichen Preis zu tauschen.

Ich bevorzuge ich es persönlich immer wieder mal bei Ebay vorbeizusehen. Da gibt es nämlich Leute, die Ihre gemietete Zeit in so einer Anlage nicht nutzen können oder wollen. Aber auch da ist Vorsicht geboten. Letztes Jahr konnte ich so ein Sonderangebot ersteigern und ich war mit meiner Frau in einem sehr noblen All Inclusive Club in Mexiko. Der Preis war lächerlich im Vergleich zu den Angeboten. Einzige Auflage war dass wir eine 2 stündige Werbeveranstaltung für das Timesharingprojekt über uns ergehen lassen mussten. Das Wetter am Karibikstrand war toll und wir wurden zur Mittagszeit ins Clubgebäude geladen. Sofort wurden alkoholische Getränke serviert und es wurden uns traumhafte Bilder präsentiert. Anschließend wurden uns die tollsten Appartements der Anlage gezeigt. Bei einem weiteren Drink wurde uns vorgerechnet wie viel Geld wir bei einer Vertragsunterzeichnung sparen könnten. Der vorgelegte, so günstige Vertrag galt dann aber nicht mehr für die gezeigten Luxusappartements, sondern für wesentlich einfachere. Abschließend wurde uns noch das Angebot eines 45%igen Preisnachlasses geboten, würden wir hier sofort unterschreiben. Deshalb vorsicht mit Timesharing. Es gibt sicher auch seriöse Anbieter und Menschen die es dann auch genießen.

Bevor Sie sich also für ein Timesharing Projekt interessieren sollten Sie genau Ihre Urlaubsideen, Gewohnheiten und auch Ihre finanziellen Möglichkeiten studieren.

Kategorie: Reisen und Tipps